Ein Mindestpreis (oder Mindestgebot) ist der vom Verkäufer festgelegte Mindestbetrag für ein Los und gibt den niedrigsten Preis an, zu dem der Verkäufer bereit ist zu verkaufen. In der Regel bleibt der Artikel unverkauft, wenn die Gebote unter dem Mindestpreis liegen, obwohl der Verkäufer sich entscheiden kann, zu verhandeln oder einem Verkauf zuzustimmen. Wir informieren den Höchstbietenden über den Status.
Der Artikel wird dem Bieter zugesprochen, dessen Angebot am Ende der Auktion dem Mindestpreis entspricht oder diesen übersteigt. Wenn beispielsweise der Mindestpreis eines Loses 15.000 € beträgt und das höchste Gebot 14.500 € ist, wird das Los nicht automatisch an den Höchstbietenden verkauft. In solchen Fällen kann der Verkäufer entscheiden, zu diesem Preis zu verkaufen oder weiter zu verhandeln. Liegt das höchste Gebot jedoch bei 15.100 €, wird das Los direkt zu diesem Preis verkauft.
Warum Mindestpreise?
- Transparenz: Mindestpreise schaffen Transparenz und machen die Erwartungen klar, indem sie Preisschwankungen im Bietprozess eliminieren.
- Fairness: Mindestpreise verringern die Unfairness von Sniping-Bietstrategien, bei denen ein Bieter in letzter Sekunde das höchste Gebot abgibt, um andere zu überbieten und ein Los zu gewinnen.
- Vorhersehbarkeit: Mindestpreise sorgen für ein vorhersehbares Ergebnis, da bekannt ist, dass ein Artikel vergeben wird, wenn der Mindestpreis erreicht wird (im Vergleich zur Unsicherheit bei „Allocation“-Losen).
Was ist der Unterschied zwischen keinem Mindestpreis, Mindestpreis und Allocation?
- Kein Mindestpreis: garantiert, dass der Artikel an den Höchstbietenden verkauft wird. Es wird kein Mindestgebot (Mindestpreis) verlangt. Allerdings kann nicht unter dem Startpreis geboten werden.
- Mindestpreis: Ein erforderlicher Mindestbetrag, der den Verkauf eines Loses garantiert.
- Allocation: Das höchste Gebot muss vom Verkäufer genehmigt werden, damit der Verkauf zustande kommt.